ASV1958 e. V.
Der 25-Meter-Stand des Astheimer Schützenvereins

Unser Verein

Tradition neu erleben

Sportschießen in Trebur-Astheim seit 1958 — mit eigener Anlage, allen Disziplinen und einer Gemeinschaft, in der geduzt wird.

Liebe Gäste, liebe Mitglieder

Konzentration, innere Ruhe und Training

In unserem Verein treffen wir uns, um unserem gemeinsamen Hobby nachzukommen: dem Sportschießen. Das überaus Interessante an diesem Sport ist die Kombination aus Konzentration, innerer Ruhe und Training. Natürlich nehmen wir auch regelmäßig an vergleichenden Wettkämpfen und Meisterschaften des DSB und des BDS teil.

Wir freuen uns hier besonders über die Mitglieder, die bei Meisterschaften oder Rundenwettkämpfen ihr Bestes geben und im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Optimum erbringen — egal, wie gut die Leistung letztendlich ist. Über den Anfänger, der zum ersten Mal eine weiterführende Meisterschaft erreicht, genauso wie über den „alten Hasen“, der zum wiederholten Male auf die Deutsche Meisterschaft fährt und mit einem ersten Platz nach Hause kommt.

Auf einen Blick

Gegründet
5. Januar 1958
Anlage
10 m bis 100 m, eigene Stände
Training
Di, Do und So — Sa nach Absprache
Verbände
DSB und BDS

Unser Angebot

Für jeden die passende Disziplin

Vom ersten Probeschuss auf der elektronischen Anlage bis zur 100-Meter-Bahn — und darüber hinaus.

10 m

Luftdruck

Auf einer modernen elektronischen 10-Meter-Anlage — der Einstieg für alle, die den Sport kennenlernen wollen.

25–100 m

KK & Großkaliber

Kurz- und Langwaffe auf unseren eigenen Ständen, vom 25-Meter-Stand bis zur 100-Meter-Bahn.

Zu Gast

Flinte

Flintenschießen betreiben wir bei befreundeten Vereinen in der Umgebung.

Gruppe 777

BDS-Gruppe

Unsere angeschlossene BDS-Gruppe erweitert das sportliche Angebot noch einmal deutlich.

Unser Selbstverständnis

„Wir sind alle per Du und es ist egal, was Du bist oder was Du hast.“

Ob beim sportlichen Schießen mit der nötigen Konzentration und Ernsthaftigkeit, beim gemütlichen Plausch mit zu Freunden gewordenen Vereinskameraden, bei den sommerlichen Grillevents oder beim Fachsimpeln: Wir bieten jedem Interessierten dreimal die Woche eine familiäre Atmosphäre und unseren tollen Sport.

Bei uns ist jeder Gast herzlich willkommen, und wir haben sicher auch für den interessierten Nachwuchsschützen — ob klein oder groß — den richtigen Ansprechpartner parat. Gerne könnt ihr mit uns einen Termin für ein kostenloses Schnupperschießen vereinbaren oder einfach auf gut Glück vorbeikommen. Es ist fast immer möglich, einen Einblick in unseren Verein und unseren Sport zu vermitteln.

Zahlen, die überzeugen

322
Mitglieder
123
BDS-Mitglieder
950+
Wettkämpfe
100%
Spaß

Unsere Geschichte

Von acht Gründern zum Verein von heute

Sechs Jahrzehnte Astheimer Schützenverein — vom provisorischen Stand im Gaststättensaal bis zur eigenen Anlage hinter dem Heckendeich.

  1. 1958

    Das Lebenswerk des Anton Pfeiffer

    Die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges wirkten bei Toni Pfeiffer noch lange nach. Eigentlich wollte er nie mehr ein Gewehr in die Hand nehmen, erzählte er im Jahr 1993 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Schützenkreises Groß-Gerau. In Eger (Sudetenland) hatte Toni Pfeiffer vor dem Zweiten Weltkrieg in einem Verein erste Schießsporterfahrungen gesammelt, doch als er 1946 nach Astheim kam, dauerte es zwölf Jahre, bis er als Initiator die Gründung des Astheimer Schützenvereins betrieb, den er schließlich 26 Jahre als Vorsitzender prägte.

    Neben dem damals 43-jährigen Toni Pfeiffer gehörten am 5. Januar 1958 Hans Edler, Ernst Edler, Franz Hönig, Ferdinand Bauer, Eduard Semsch, Adolf Enenkel und Jakob Jung zu den Gründungsmitgliedern, die sich in der Gaststätte „Frankfurter Hof“ versammelt hatten. Zwei Wochen später zählte der junge Schützenverein schon 18 Mitglieder, und auf bis zu vier provisorischen 10-Meter-Ständen wurden die Schießübungen mit dem Luftgewehr im Saal der Gaststätte „Gabel-Jung“ begonnen. Trotz des Auf- und Abbaus der Schießstände zu jedem Training fanden sich immer mehr Schützen ein, und der Verein zählte Anfang Januar 1959 bereits 31 Mitglieder.

  2. 1960–1963

    Fohlenweide mit Strom aus der Leichenhalle

    Die Bemühungen um eine eigene Schießstandanlage begannen im Jahr 1960, als von der Gemeinde die Baugenehmigung für die Schießhalle in der „Fohlenweide“ erteilt wurde. Eine kostengünstige Holzhalle des ehemaligen Reichsarbeitsdienstes, die von Pfeiffers Arbeitgeber, der Rüsselsheimer Firma Merkur GmbH, zur Verfügung gestellt wurde, war die Grundlage zum ersten eigenen Vereinsheim.

    Zwei Jahre lang wurde die ehemalige Baracke zunächst im „Milchhäuschen“ gegenüber dem Sportplatz und später im „Faselstall“ zwischengelagert, bevor sie 1962 in Eigenhilfe aufgebaut wurde. Der Stromanschluss erfolgte über die benachbarte Leichenhalle, und für die Toiletten mussten die Astheimer Schützen eine Kläranlage bauen. Am 7. Juli 1963 fand die feierliche Eröffnung der zehn 10-Meter-Schießstände und eines 60 Quadratmeter großen Aufenthaltsraums statt. Der Verein zählte jetzt 36 Mitglieder und wurde am 27. April 1963 beim Hessischen Sportbund aufgenommen.

  3. ab 1962

    Der großartige Ruf des Edler Ernst

    Seit September 1962 herrschte in der Schießhalle bereits regelmäßiger Schießbetrieb, und zu den aktiven Schützen zählten neben Toni Pfeiffer besonders Werner Auth, Herbert Seemann, Max Lang, Erwin Wurz und Ernst Edler. Besonders der „Edler Ernst“ hat sich in über 30 Jahren als Aktiver einen großartigen Ruf als Vertreter des Schießsports erworben.

    Kaum eine Meisterschaft verpasste das Gründungsmitglied und kümmerte sich stets als Betreuer um die Mannschaftsaufstellungen. Neben dem Vorsitzenden Toni Pfeiffer wurde Ernst Edler zu den tragenden Figuren im Verein und gehörte, wie sein Bruder Hans Edler, seit der Gründung zum Vorstand.

  4. 1969–1983

    Von der Fohlenweide hinter den Heckendeich

    Im Jahr 1969 zählte der Verein 63 Mitglieder, und es begannen die Planungen zum Neubau einer größeren Schießstandanlage. Zunächst standen vier Plätze zur Auswahl, von denen drei aufgrund von Standortproblemen nicht verwirklicht werden konnten. Realisiert wurde dann die heutige Standanlage „Hinter dem Heckendeich“. Für den Standort am Fischerpfad wurden 1975 die notwendigen Anträge bei der Gemeinde Astheim gestellt, die die Baugenehmigung am 28. Juli 1977 erteilte.

    Zwar befindet sich das Grundstück im Überflutungsgebiet des Rheins, doch die Hochwassergefahr wurde damals als gering eingestuft. Von der Großgemeinde Trebur erhielt der Schützenverein 35.000 Mark im Tausch für das alte Schützenhaus an der Fohlenweide. 1979 wurden die finanziellen Unterstützungen vom Landkreis Groß-Gerau erteilt und das Erbbaurecht auf 99 Jahre im Grundbuch eingetragen. Bis zur Eröffnung im November 1980 entstand das heutige Schützenhaus mit Clubraum, Toilettenanlage und 10-Meter-Ständen.

    1983 feierten die Astheimer Schützen ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum und zählten jetzt 128 Mitglieder. Drei Tage lang wurde gefeiert, und als Höhepunkt überreichte Max Lange dem Verein die von ihm hergestellte Fahne. Im Jubiläumsjahr hatte das Pokalschießen für Ortsvereine Premiere und gehört bis heute zum festen Bestandteil des Vereinslebens.

  5. 1984–1988

    Ohne Toni Pfeiffer kein Schützenverein

    Nach 26 Jahren als Vorsitzender übergab der jetzt 79-jährige Toni Pfeiffer die Vereinsführung am 8. Januar 1984 an Hans-Lorenz Heck. „Ohne seine Initiative, sein Lebenswerk, würde es wohl keinen Schützenverein in unserer Gemeinde geben“, dankten die Astheimer Schützen, und die Hauptversammlung ernannte Anton „Toni“ Pfeiffer zum Ehrenvorsitzenden. Neben seinem Engagement im Astheimer Verein hat er lange Jahre dem Kreisvorstand als Fachwart für Luftpistole angehört.

    Die Bautätigkeit des Vereins ging weiter: Am 22. September 1985 wurde der Pistolenstand der breiten Öffentlichkeit mit einem „Tag der offenen Tür“ vorgestellt. Der Verein zählte jetzt 150 Mitglieder, und am 4. Mai 1987 begannen die Arbeiten an der 100-Meter-Standanlage. Die Schießgenehmigung für die 50- und 100-Meter-Standanlagen wurde am 10. August 1988 erteilt, und anlässlich des 30-jährigen Vereinsjubiläums wurde die Einweihung mit einem weiteren „Tag der offenen Tür“ gefeiert.

  6. 1988–2002

    Nach 10.000 Arbeitsstunden droht Überschwemmungsgefahr

    Nach der Fertigstellung von sechs 50-Meter- und drei 100-Meter-Ständen hatten die Astheimer Schützen seit Baubeginn mehr als 10.000 Arbeitsstunden geleistet. Mit den guten Trainingsbedingungen stellten sich Erfolge bei den Gewehrschützen mit dem Aufstieg in die Luftgewehr-Gauklasse sowie im Nachwuchsbereich durch Britta Otrzonsek ein. Am 4. Januar 1988 übernahm Paul Zeelen die Führung des Vereins, der sich unter dessen Regie auf 230 Mitglieder erhöhte.

    Anfang der 90er Jahre entwickelte sich das Pistolen- und Großkaliberschießen positiv, während die Nachwuchsarbeit nahezu zum Erliegen kam. Für einige Aufregung sorgte 1993 die Lage „Hinter dem Heckendeich“: Aufgrund internationaler Verträge wurde das Gebiet um das Astheimer Schützenhaus als Ausgleichsraum für Hochwasserspitzen geplant. Bei Hochwasser wäre die Überschwemmung des Schützenhauses unausweichlich gewesen. Nach intensiven Protesten der gesamten Gemeinde Trebur wurden die Polder-Pläne bis heute nicht realisiert.

    Günter Frey hatte am 17. Januar 1998 Paul Zeelen als Vorsitzenden abgelöst und führte den Verein mit 274 Mitgliedern ins 40-jährige Jubiläum. Mit ihm an der Spitze stabilisierte sich die Mitgliederzahl bis 2002 bei etwa 280 Schützen. Das Hauptaugenmerk richtete der Verein jetzt wieder auf die Nachwuchsförderung und hatte durch die Initiativen von Wolfgang Bender und Reiner Metzsch Erfolg.

  7. ab 2000

    Mit Bender und Metzsch Schwung im Nachwuchsbereich

    Metzsch ist seit dem Jahr 2000 als Trainer engagiert und bringt seine Erfahrung als aktiver Luftgewehrschütze erfolgreich ein. Erfolge feierten die Astheimer durch Thorsten Ebenhöh und Sandra Reimer. Besonders die 22-jährige Sandra Reimer hat von dem abwechslungsreichen Konzept des Trainergespanns Bender/Metzsch profitiert.

    „Es spricht sich rum, die kennen sich alle“, erklärt Reiner Metzsch das Geheimnis des Astheimer Nachwuchserfolges, der nicht zuletzt auf eine moderne Scad-Schießanlage zurückzuführen ist. Mit Ioannis Kavounis gehört seit 1995 ein Grieche dem Astheimer Schützenverein an. „Die Griechen sind im Schießsport im Kommen“, weiß Kavounis, der seit 1969 in Deutschland lebt und für die Astheimer Schützen ein besonderes Lob hat: „Hier gefällt mir das Zwischenmenschliche.“

  8. 2008

    Nach 10 Jahren Vorsitz gibt Frey das Zepter an Lapp weiter

    Im Jahr 2008 übernahm Markus Lapp zum 50-jährigen Bestehen den Vereinsvorsitz von Günter Frey, der sich nach zehnjähriger Amtszeit und viel Engagement erst einmal eine Auszeit nehmen wollte. So entstanden unter der Regie von Frey der Wirtschaftsanbau, die neue Theke und ein großes Vordach vor dem Vereinsheim.

    Durch immer wieder auftretende Probleme mit Amokläufern wurde der Schießsport an sich nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen, und so schrumpfte bis zum Jahr 2008 die Mitgliederzahl auf rund 210. Dem neuen Vorstand oblag nun die große Aufgabe, den Verein zu stabilisieren. Neue Anreize wie ein Bogenstand, sommerliche Grillevents und die Erweiterung der angebotenen Disziplinen sollten dabei helfen. Auch die Sonderaktion zum 50. Jubiläum — der Vereinsbeitritt ohne Aufnahmegebühren — konnte den Abwärtstrend stoppen, und so hatte der Verein Anfang 2010 wieder 224 Mitglieder zu verzeichnen.

  9. ab 2017

    Aufbruch in die Zukunft

    Nach vielen Jahren Vorstandstätigkeit kommt auch für engagierte Ehrenamtler der Zeitpunkt, sich wieder neuen Aufgaben zu widmen. Ein solcher Wendepunkt war im Jahre 2017 gekommen: Unter dem neu gewählten 1. Vorsitzenden André Bath begab sich ein runderneuertes Vorstandsteam an den Start. Mit André ist ein langjährig Schießsportbegeisterter in den Ring gestiegen, der auch die BDS-Gruppe in Astheim gegründet und etabliert hat. Diese nähert sich mittlerweile unaufhaltsam der 100er-Marke und ist damit eine der größten Gruppen in Hessen. Durch ihr vielfältiges und gut gelauntes Auftreten ist die „777“ — die Verbandsnummer der Gruppe — zu einer nicht mehr wegzudenkenden Visitenkarte der Astheimer geworden.

    Eine weitere große Herausforderung sind die in die Jahre gekommenen Liegenschaften. Hier besteht ein fortlaufender Wartungs- und Renovierungsbedarf, der viele Kräfte bindet. Auch aus technologischer Sicht besteht die Notwendigkeit, die Anlage zu einem attraktiven Mitgliedermagneten zu machen. Neben der Vielfalt der zugelassenen Disziplinen stehen Maßnahmen wie der Schallschutz auf dem Programm — dafür sind allerdings nicht unerhebliche finanzielle Mittel und eine Menge Arbeitsleistung notwendig. Aber die Zukunft hat eben erst begonnen.

Häufige Fragen

Was uns am häufigsten gefragt wird

Und wenn deine Frage hier nicht steht: einfach anrufen oder an einem Trainingsabend vorbeikommen.

Welche Disziplinen kann man beim Astheimer Schützenverein schießen?

Auf der eigenen Anlage schießen wir Luftdruck auf zehn Meter an einer elektronischen Anlage sowie Klein- und Großkaliber mit Kurz- und Langwaffe auf 25, 50 und 100 Meter. Dazu kommt ein Bogenstand. Flinte schießen wir zu Gast bei befreundeten Vereinen in der Umgebung.

Wie viele Mitglieder hat der Astheimer Schützenverein?

Der Verein hat rund 322 Mitglieder, davon etwa 123 in der angeschlossenen BDS-Gruppe 777 — einer der größten BDS-Gruppen in Hessen.

In welchen Verbänden ist der Verein organisiert?

Der Astheimer Schützenverein 1958 e. V. ist im Deutschen Schützenbund (über den Hessischen Schützenverband) und im Bund Deutscher Sportschützen organisiert. In beiden Verbänden nehmen wir an Rundenwettkämpfen und Meisterschaften teil.

Seit wann gibt es den Astheimer Schützenverein?

Gegründet wurde der Verein am 5. Januar 1958 in der Gaststätte „Frankfurter Hof“ in Astheim, auf Initiative von Anton „Toni“ Pfeiffer. Die heutige Anlage „Hinter dem Heckendeich“ wurde im November 1980 eröffnet.

Kann man als Gast einfach vorbeikommen?

Ja. Zu den Trainingszeiten ist jeder Gast willkommen — ohne Anmeldung, ohne eigene Ausrüstung und ohne Vorkenntnisse. Zum Probeschießen stehen Vereinswaffen bereit, und ein sachkundiges Mitglied begleitet dich dabei.

Mitglied werden

Einmal probeschießen — und du weißt, ob es passt.

Komm zu einem Trainingsabend vorbei. Ausrüstung und Anleitung stellen wir, Vorkenntnisse brauchst du keine. Wenn es dir gefällt, füllst du den Antrag aus.